Zusammenarbeit Moro

Gemeinde Pieñsk - Partner aus Deutschland 
Die grenzübergreifende Zusammenarbeit mit den deutschen, sorbischen und tschechischen Partnern.

Die Gemeinde Pieñsk* arbeitet seit Anfang neunziger Jahre mit ihren Nachbarn jenseits der Neiße zusammen: zuerst mit der Gemeinde Deschka, Zodel und Groß Krauscha, und nach der Verwaltungsreform mit der Gemeinde Neißeaue. Diese Zusammenarbeit begann auf der kommunalen Ebene (Modellprojekt - Bau der ersten grenzübergreifenden Kläranlage auf der deutsch-polnischen Grenze, gefördert durch das PHARE Programm)
und erweiterte sich schnell auf weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens beider Gemeinden. Mit der Zeit wurde die Zusammenarbeit auch mit der Nachbarstadt Rothenburg/O.L. und später mit der Gemeinde Schleife, in welcher die sorbische Minderheit wohnt, mit dem Verein Njepila-Hof e.V. Rohne, dem Verein Kulturinsel Einsiedel Jürgen Bergmann in Zentendorf, mit der tschechischen Gemeinde Hermanice bei Liberec wie auch mit dem Europa-Haus Görlitz e.V. und der Donner+Partner GmbH Sachsen aufgenommen. Die Bewohner der Grenzregion -- Kinder und Jugend unserer Kultureinrichtungen, Volksgruppenteilnehmer, Feuerwehrkameraden, Sportler und Vereinsmitglieder, Beteiligte nicht eingetragener Gruppen von diesseits und jenseits der Grenze begegnen sich seit Jahren zu gemeinsamen Festen und Veranstaltungen. Die grenzübergreifende Zusammenarbeit begleiten Kommunen, Kulturhaus, alle Schuleinrichtungen, Freiwillige Feuerwehren, Volksensembles, Sportvereine und andere Vereine von beiden Seite der Neiße. Im Ergebnis dieser Aktivitäten kam es zur Unterzeichung der gegenseitigen Partnerschafts- und Kooperationsverträge (siehe link Gemeinde Pieñsk -- Partnerschaften).

Im Kalender der gemeinsamen deutsch-polnischen Begegnungen befinden sich fest eingetragene jährliche Veranstaltungen, welche polnische, deutsche, sorbische und tschechische Kultur, Sitten und Traditionen pflegen, das sind u.a. "Freigebiger Abend" über Weihnachtssitte und --bräuche, Fasching, Kleine Ostern >/Am Schnittpunkt von vier Kulturen/<, Walpurgisnacht, das Brückenfest >/Brücke-Nachbarschaft-Toleranz/<, Glasfest, Erntedankfest, Martinstag, Andreastag, Krippenspiel mit heiligem Abend sowie ökumenische Aktivitäten der evangelischen Kirchengemeinde Zodel mit der römisch-katholischen Kirchengemeinde Pieñsk wie ökumenischer Gottesdienst an der Neiße, ökumenischer Kreuzweg am Karfreitag durch die Straßen der Stadt Pieñsk oder ökumenisches Gebet für Verstorbene. Eine ganze Reihe von Bildungsaktivitäten einschließlich der inhaltlichen Werkstätten führen Schulen und Kindergartenstätte, darunter auch der deutsch-polnische Kindergarten in Groß Krauscha, auf beiden Seiten der Neiße wie z.B. im Kulturpark von Jürgen Bergmann "Kulturinsel Einsiedel" oder im Waldbildungszentrum des Forstamtes Pieñsk in Bielawa Dolna durch. Die Sportvereine von Pieñsk begannen ihre Zusammenarbeit mit den deutschen Sportlern im Rahmen des Projektes "/Sport ohne Grenzen/" und setzen diese Aktivitäten mit dem Fußballsportverein Zodel und dem ASV Rothenburg "Vorwärts" e.V. fort. Der Schülersportverein am Gymnasium Pieñsk hat zusammen mit dem ASV "Vorwärts" e.V. Rothenburg eine deutsch-polnische Volleyballmädchenmannschaft gegründet, Training dieser Mannschaft findet abwechselnd in Pieñsk und in Rothenburg statt.

Zur Aufnahme von jeglichen Sportaktivitäten für verschiedene Zielgruppen dient den Einwohnern beiderseits der Neiße sehr gut eine moderne Sporthalle am Gymnasium in Pieñsk, gebaut mit der EU-Förderung im Rahmen des Programms INTERREG III A.

Die gemeinsamen Aktivitäten der Gemeinden Neißeaue und Pieñsk sowie der Kulturinsel Einsiedel Jürgen Bergmann auf dem Gebiet Tourismus wurden mit der Ausschilderung der Radwege auf der polnischen Seite und ihrer Verbindung mit den deutschen Radwegen durch die Radweg- und Fußgängerbrücke Pieñsk (PL)/Deschka (D) [eröffnet am 01.06.2007, kofinanziert aus den EU-Fördermitteln im Rahmen des Programms Interreg IIIA] sowie durch die touristische Fähre sog. Wanderbrücke über die Lausitzer Neiße in Bielawa Dolna/Zentendorf zusammen mit der Bezeichnung und Ausschilderung eines gemeinsamen deutsch-polnischen Radweges "NEIßE" gekrönt.

Die touristische Zusammenarbeit wurde durch die beiden Partnergemeinden sowie durch die direkten an der Neiße liegenden Nachbarnorten, d.h. durch die Kulturinsel Einsiedel in Zentendorf Herrn Jürgen Bergmann und den Ortsteil Bielawa Dolna erweitert. Es kam zu gemeinsamen gesellschaftlichen Aktivitäten der Dorfbewohner und der Bürger von beiderseits der Neiße, die das Dorfbild geänderten. Das Dorfbild wurde anders gestaltet, die aufgenommenen Aktivitäten trugen zu mehr attraktiven touristischen Angeboten des Dorfes, zur gesellschaftlichen Integration bei.
Diese Aktivitäten wurde durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung in Berlin anerkannt - wir fanden uns unter 11 Projekten der gewählten Aktivitäten an der deutsch-polnischen Grenze, die im Rahmen des Projektes >/Leuchtentürme der deutsch-polnischen Zusammenarbeit/< ausgezeichnet und während einer Präsentation in Berlin dargestellt wurden. Das Ergebnis dieser Aktivität zeigt die Wanderausstellung, eröffnet am 25.11.09 in Berlin, u. d. Titel/: "Grenze - welche Grenze? Menschen an Oder und Neiße. Gehen wir mal rüber!"
Alle grenzübergreifenden Aktivitäten lassen sich hier nicht  beschreiben, das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der  über 15 Jahre mit unseren Nachbarn geführten Zusammenarbeit.
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